Der grüne Daumen


   Apr 06

Ratten müssen nicht sein – Rattenbekämpfung in Haus und Garten

Oldifan @ pixabay.com - CC0 Public Domain

Oldifan @ pixabay.com – CC0 Public Domain

Die meisten von uns verbinden Ratten mit einer der schlimmsten Krankheitsepedemien im Mittelalter – der Pest. Tatsächlich wurde die Pest vor allem durch Flöhe im Rattenfell übertragen. Aber auch heute noch können Ratten Parasiten, Tollwut, Tuberkulose oder die Weiß’sche Gelbsucht übertragen. Kein Wunder also, dass sie unbeliebt sind. Ratten im Haus können zudem durch das Nagen an Kabeln Kurzschlüsse und sogar Brände verursachen.

Doch was geschieht, wenn man einen Rattenbefall in Haus und Garten hat? Zunächst muss festgestellt werden, ob es sich überhaupt um Ratten handelt. Der beste Hinweis dafür ist Rattenkot. Dieser unterscheidet sich jedoch schon bei den häufigsten Rattenarten: Wanderratten (spindelförmiger Kot, eng zusammenliegend) und Hausratten (bananenförmig, weit auseinander). Bei einem aktiven Befall ist der Kot weich und glänzend. Auch Nagespuren können leicht Ratten zugeordnet werden, genauso wie Laufspuren auf staubigem Boden. Typisch für Ratten sind außerdem Schmierspuren. Wo die Ratten häufig entlang laufen, verlieren sie auch Körperfett, in dem sich dann Staub, Haare und Dreck sammeln. Ebenfalls untrügerische Zeichen sind ein Geruch nach Ammoniak oder das Auffinden von Nestern und Bauten. Natürlich können die Ratten aber auch tot oder lebendig gesichtet werden.

Was tun, wenn die Ratten erst einmal auftauchen? Natürlich sollte man sie bekämpfen, nicht nur wegen des Ekelfaktors, sondern auch wegen den schwerwiegenden Folgen. Dazu sollte man sich zunächst ansehen, wo die Ratten ins Haus gelangen konnten. Das tun sie besipielsweise durch Ritzen im Boden, Toiletten ohne Rückstauklappen (z.B. in Altbauten) oder Abflüsse ohne Gitter. Besonders beliebt sind Plätze, wo Nahrung durch Abflüsse oder Toiletten entsorgt wird. Stellen, wo Ratten ins Haus eindringen können, sollten dann zunächst gesichert werden.

Wenn noch nicht viele Ratten im Haus sind, können diese sehr gut mit Lebend- oder Schlagfallen bekämpft werden. Diese sollten an Orten aufgestellt werden, wo die Ratten oft verkehren, also dort, wo besonders viele Kot- und Schmierspuren gefunden werden. Effektive Rattenfallen findet man beispielsweise dort. Bei einem größeren Rattenbefall sind solche Fallen jedoch nicht mehr ausreichend. Hier sollte mit Gift gearbeitet werden, um die Ratten vollständig zu vernichten. Die Arbeit mit Gift gehört jedoch wegen der Gefahren für Kinder, Haustiere und Umwelt immer in die Hand eines Spezialisten, der meist überhaupt auch nur die Zulassung für das Auslegen von Rattengift hat.

Ratten muss man also nicht ertragen – man kann sie schon mit kleinen Änderungen sehr effektiv bekämpfen und sollte das wegen der Gefahren auch tun.

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One Comment

  1. Nadine sagt:

    Hallo Zusammen,
    vielen Dank für den interessanten Artikel über Rattenbekämpfung. Bedauerlicherweise leidet unser Garten unter Ratten. Meiner Erfahrung nach ist es immer hilfreich professionelle Hilfe heranzuziehen.

    LG
    Nadine

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