Der grüne Daumen


   Okt 21

Fahnen im Garten – Was ist zu beachten?

Hans @ pixabay.com - CC0 Public Domain

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Es gibt immer wieder Gartenfreunde, die auf ihre eigene Fahne im Garten nicht verzichten wollen. Gerne auch mit einem großen Fahnenmast, der nicht nur die entsprechende Fahne hisst, sondern der auch stehenbleiben kann, wenn die Fahne einmal nicht im Wind flattert. Doch neben den Gartenfreunden mit dem Hang zur gehissten Fahne gibt es auch Menschen, die diesen nicht ganz so offen gegenüberstehen. Die es eigentlich nicht so gut finden und gerne sehen würden, wenn der Fahnenmast samt Fahne aus dem Garten wieder verschwinden würde. Doch wie weit darf der Nachbar gehen? Welchen Einfluss kann er auf das Aufstellen des Mastes ausüben und was sollte man als Eigentümer selbst beachten, damit es nicht zum Außeinandersetzungen mit dem Nachbarn kommt?

Das schreibt der Gesetzgeber vor

Generell gilt, dass ein Fahnenmast bis zu einer Höhe von 10 Metern Höhe nicht genehmigt werden muss. Jedoch wird ab einer bestimmten Höhe ein Fundament für den Mast benötigt und dieses muss von der Baubehörde genehmigt werden. Ohne das Fundament würde der Mast keinen ausreichenden Halt finden und könnte zu einer Gefahrenquelle werden. Hier muss also genau abgewägt werden, wie hoch der Mast sein soll, welche Beschaffenheit der Untergrund hat und welche baulichen Maßnahmen für das Aufstellen nötig sind.

Auch bei der Fahne, die am Mast aufgezogen werden soll, gibt es einiges zu beachten. Während bei einer Werbefahne für ein Geschäft oder eine Aktion mitunter eine Genehmigung eingeholt werden muss, weil es sich hierbei um Werbung handelt, können die Deutschlandfahne oder die Fahne vom Lieblingsverein auch ohne eine vorherige Genehmigung gehisst werden. Sie bekommen solche Fahnen vom Fahnen-Nostalgieshop. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Fahne keine verbotenen Symbole oder anstößige Embleme trägt und somit nicht zum allgemeinen Ärgerniss wird.

Das könnte den Nachbarn stören

Zudem muss beim Aufstellen des Mastes beachtet werden, dass dieser mindestens zwei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt steht. Dies gilt in alle Richtungen. Auch zum Nachbarn hin. Dieser könnte dann noch beanstanden, dass die Fahne einen störenden Schatten wirft oder das die wehende Fahne für eine Lärmbelästigung sorgt. Auch hier sollte im Vorfeld vorgesorgt und der Abstand zum Nachbarn entsprechend bedacht werden. Ansonsten könnte der Nachbar nur dann Beanstandungen haben, wenn der Mast für ihn eine Gefahr darstellt. Beispielsweise dann, wenn dieser nicht richtig im Boden verankert ist und droht umzukippen. Mit einem richtigen Fundament kann da aber vorgesorgt werden, sodass diesbezüglich keine Angriffsfläche bestehen sollte.

Im allgemeinen sollte man aber immer auf die gegenseitige Rücksichtnahme achten und alle Aktivitäten rund um eine Fahne samt Mast so gestalten, dass sich niemand belästigt fühlt und das alle gut damit leben können.

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