Der grüne Daumen


   Jul 25

Der Buchsbaum

Der Buchsbaum ist ein sehr langsam wachsender immergrüner Strauch oder auch ein kleiner Baum, welcher Wuchshöhen von bis zu 8 Metern erreichen kann. In subtropischen Gebieten erreicht er sogar Höhen von bis zu 20 Metern.

w.r.wagner  / pixelio.de

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Das Aussehen des Buchsbaums

Seine kurzen und schräg nach oben wachsenden Zweige sind mit dicht stehenden Blättern besetzt. Die zunächst olivgrünen Zweige sind kurz behaart, verkahlen aber später. Die Laubblätter des Buchsbaums sind länglich elliptisch und glänzen auf der Blattoberseite dunkelgrün. Die Unterseite der Blätter hingegen ist matt und deutlich heller. Die Blätter werden ca. 1 bis 2,5 cm lang und ihr Rand ist leicht nach unten gebogen.
In den Frühlingsmonaten März bis Mai erscheinen unscheinbare und wohlriechende gelbliche Blüten in den Blattachseln. Diese Blüten werden von Bienen aufgesucht, da sie reichlich Nektar und Pollen produzieren. Im Monat September entwickeln sich schwarze Kapseln, welche Samen enthalten.
Das Verbreitungsgebiet des Buchsbaums war ursprünglich der nordwestliche Mittelmeerraum bis hin nach Südengland.

w.r.wagner  / pixelio.de

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Der Buchsbaum in der Antike

Früher und auch heute wird der Buchsbaum häufig als Zier- und Nutzpflanze angepflanzt. Heute kann aus mehr als 60 verschiedenen Buxus Arten gewählt werde, welche sich in ihrer Wuchsform, Wachstumsgeschwindigkeit und den unterschiedlichen Blattfarben, -formen und –größen unterscheiden.
Bereits den alten Griechen war der Buchsbaum in der Gartenkunst bekannt. Auch die Römer umrahmten ihre Beete mit niedrigen Buchsbaumhecken, wie ein Ausgrabungsfund in Großbritannien zeigte.
In den Gärten von Versailles wurde der winterharte Buchsbaum durch den Hofgärtner von Heinrich IV eingeführt. Auch hier fand er als Beeteinfassung Verwendung. Bereits kurz darauf wurden die Buchsbaumhecken in den Niederlanden bekannt. Dort verzierten sie die Gärten des Statthalters Prinz Friedrich-Heinrich von Oraniens. Zunehmend hielt der Buchsbaum auch in Europa Einzug und zierte die französischen und italienischen Gärten der Renaissance. Der Schnitt der niedrigen Buchsbäume wurde in Mitteleuropa modern und wohlhabende Bürger wie auch Bauern ahmten diese Mode nach. Die Einrahmung von Beeten mit Buxus hat sich bis heute in den traditionellen Bauerngärten erhalten.
Dank der guten Schnittverträglichkeit lassen sich auch sehr gut ornamentale und geometrische Formen wie Pyramiden, Säulen, Kugel und Figuren schneiden. Daher ist er mittlerweile auch in der modernen Gartenarchitektur unverzichtbar geworden. Aber auch auf Terrassen oder Balkonen kommt er in Töpen und Kübeln zum Einsatz.
Da er keine besonderen Ansprüche an den Boden stellt, ist der Buchsbaum ausgesprochen pflegeleicht und anpassungsfähig. Zudem gedeiht er im Schatten wie auch in der Sonne. Die Erde solle lediglich sehr kalkreich und locker sein.

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One Comment

  1. Franzi sagt:

    Krass! Bis zu 8 Meter können die Dinger werden. Zum Glück schneid ich meinen regelmäßig weit zurück, die Nachbarn würden sich bedanken 😀

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